Klangvoll, vielfältig und spannend: Das war 2025 in der werkstatt
… und worauf ihr euch freuen könnt!
Das Jahr 2025 zeigte einmal mehr, wofür die werkstatt steht: musikalische Offenheit, Experimentierfreude und ein Programm, das Grenzen überschreitet. Von Jazz über Improvisation, Weltmusik, Pop, Rock, Neue Musik bis hin zu spartenübergreifenden Projekten wurde die Bühne zu einem Ort für Begegnung, Neugier und intensive Hörerlebnisse.
Jazz in all seinen Facetten
Ein zentraler Bestandteil des Programms war auch 2025 der Jazz – klassisch, modern und immer wieder neu gedacht. Die Konzertreihe „Hammer + 3“ bot zahlreiche Höhepunkte: mal klassisch groovend im Stil der 60er-Jahre, mal offen, experimentell oder genreübergreifend.
Besondere Konzerte mit hochkarätigen Musiker*innen der deutschen und internationalen Jazzszene zeigten die stilistische Bandbreite von Hardbop über Blue-Note-Sound bis hin zu freier Improvisation. Jubiläen, Premieren und seltene Besetzungen machten viele Abende zu besonderen Ereignissen.

Improvisation, Soundforschung und Mut zum Risiko
Mit der Reihe „Soundtrips NRW“ wurde die werkstatt erneut zum Labor für neue Klangwelten. Ungewöhnliche Instrumente, überraschende Duos, spontane Besetzungswechsel und frei improvisierte Sets prägten diese Abende.
Hier trafen Stimmen auf Turntables, E-Gitarren auf Schlagzeug, internationale Gäste auf lokale Musiker. Auch kurzfristige Veränderungen wurden nicht als Hindernis, sondern als kreative Chance genutzt – und führten zu intensiven, einmaligen Konzerterlebnissen.
Internationale Musik und kulturelle Begegnungen
Ein weiteres starkes Element des Programms war die internationale Ausrichtung. Musiker*innen aus unterschiedlichen kulturellen Kontexten brachten Klänge aus Indien, Anatolien, Iran, Südamerika, Nordbrasilien und Europa in die werkstatt.
Besonders eindrucksvoll waren die Konzertmeditationen mit traditioneller indischer Musik, bei denen das Publikum liegend auf Yogamatten tief in die Klangwelt eintauchen konnte. Auch Projekte, die europäische Jazzmusiker*innen mit außereuropäischen Traditionen verbanden, sorgten für intensive musikalische Begegnungen.

Pop, Rock, Soul und Blues – handgemacht und nahbar
Neben Jazz und Improvisation hatte auch handgemachte Pop-, Rock-, Soul- und Bluesmusik einen festen Platz. Gelsenkirchener Bands, regionale Formationen und überregionale Acts sorgten für energiegeladene Clubabende, groovende Konzerte und emotionale Songs.
Ob Grunge-inspirierte Gitarrenmusik, klassischer Blues, Spoken-Word-Performances mit Live-Band oder soulige Popmusik – die stilistische Vielfalt machte deutlich, wie offen das Programm der werkstatt gedacht ist.
Klassik, Neue Musik und spartenübergreifende Projekte
Auch Ausflüge in die sogenannte E-Musik, minimalistische Kompositionsformen und konzeptionelle Arbeiten gehörten 2025 selbstverständlich dazu. Von barocken Werken über zeitgenössische Kompositionen bis hin zu experimentellen Opern- und Performanceprojekten reichte das Spektrum.
Besonders spannend waren Konzerte, die Musik mit Lichtkunst, Video oder Performance verbanden und neue Perspektiven auf das Zusammenspiel von Klang und Raum eröffneten.

Jubiläen, Kooperationen und besondere Orte
Das Jahr war außerdem geprägt von Jubiläen und Kooperationen. Die werkstatt war Teil von Festivals (z.B. das New Colours Festival mit der Formation ZOOM), war Live-Podcast-Studio (These cats) organisierte selbst Konzerte in besonderen Kontexten – etwa auf einem Schiff – und feierte ihre lange Geschichte als Kulturort in Gelsenkirchen.
Für alle ausführlichen Details und Infos, empfehle ich euch gerne den >>> werkstatt-eigenen Newsletter zu abonnieren (rechte Spalte) 🙂
Auszeichnung mit der Spielstättenprogrammprämie NRW
Diese kontinuierliche, mutige und vielfältige Programmarbeit wurde 2025 besonders gewürdigt:
Der werkstatt e.V. wurde mit der Spielstättenprogrammprämie NRW ausgezeichnet.
Die Auszeichnung würdigt Spielstätten, die sich durch ein künstlerisch anspruchsvolles, vielfältiges und nachhaltiges Programm auszeichnen. Für die werkstatt ist sie Anerkennung und Bestätigung zugleich – für die langjährige kuratorische Arbeit, für die Förderung neuer Formate und für den konsequenten Einsatz für musikalische Vielfalt abseits des Mainstreams.
Was kommt 2026?
Das Programm 2025 hat gezeigt, wie lebendig, offen und relevant Livemusik sein kann, wenn ihr Raum gegeben wird. Neben all der Musik mischen sich natürlich ebenso die vielfältigen Ausstellungen. Einen ersten Überblick, was euch in 2026 erwartet, bekommt ihr >>> hier.
Als Nächstes
„Writing my Name – Graffiti Letters by SPONK & DAN DRK“ eröffnet am kommenden Freitag, den 9. Januar 2026 um 19 Uhr bei freiem Eintritt.
Die Gemeinschaftsausstellung der beiden Grafittikünstler SPONK & DAN DRK läuft dann bis zum 13. März 2026.
Am 6. Februar findet zusätzlich ein Künstlergespräch mit dem Titel „Graffiti! Wirklich nur Subkultur? mit den beiden und weiteren geladenen Gästen statt. Ich bin schon sehr gespannt, da ich das Ganze moderieren werde 🙂
SPONKs Stil vereint klassische Graffiti-Elemente mit modernen Ausdrucksformen und reicht von kraftvollen Schriftzügen über figurative Motive bis hin zu abstrakten Kompositionen. DAN ist mit zahlreichen öffentlichen Auftragsarbeiten im Gelsenkirchener Stadtbild vertreten und prägt die urbane Kunstlandschaft seiner Heimatstadt maßgeblich mit. Beide sind in Gelsenkirchen sehr engagiert und haben u.a. zum Jubiläum der Stadt den Tunnel an der Wickingstraße (nahe dem Gelsenkirchener Hauptbahnhof) mit neun weiteren Künstlern gestaltet. Sehr prägnant sind auch SPONKs Arbeiten an beiden Seiten der Unterführung in Bismarck nahe des Zoos.

Vielleicht sehen wir uns ja dort? Freu mich!

