Smart City Gelsenkirchen: Rückblick 2025

Seit ein paar Tagen schlummert schon der Newsletter von der „Digitalen „Vernetzten Stadt Gelsenkirchen“ bei mir im Postkasten. Wer ihn nicht kennt, bekommt hier eine Zusammenfassung. Wenn ihr den Newsletter selbst abonnieren wollt, dann >>> hier entlang.


2025 war für Gelsenkirchen ein starkes Jahr für digitale Entwicklung. Von Künstlicher Intelligenz an der Westfälischen Hochschule bis zu Augmented Reality entlang der Straßenbahnlinie 302: Viele Projekte zeigen, wie Digitalisierung im Alltag helfen kann. Besonders wichtig: Bürgerinnen und Bürger konnten mitmachen – und Umwelt- und Klimathemen wurden digital erlebbar.

KI aus Gelsenkirchen: URBAN.KI wird bundesweit ausgezeichnet

Ein echtes Aushängeschild für Gelsenkirchen ist die Initiative URBAN.KI. Sie entwickelt Künstliche Intelligenz (KI) für Städte und Gemeinden. Das Ziel ist klar: Kommunen sollen KI nutzen können, um Aufgaben schneller, besser und einfacher zu lösen. URBAN.KI arbeitet in Gelsenkirchen, an der Westfälischen Hochschule.

Screenshot von der Startseite der Website urban-ki.de. Zu sehen ist der Header mit Menü, und einem ersten Artikel zu Innovationen für Kommunen.
Alle Infos bekommt ihr unter urban-ki.de

2025 gab es mehrere Highlights:

  • URBAN.KI wurde als „Innovator des Jahres 2025“ ausgezeichnet
  • außerdem gab es den Titel „Business Innovator“
  • beim bundesweiten Digitaltag konnten Interessierte den Showroom besuchen
  • am 28. November 2025 fand die große Jahrestagung in Gelsenkirchen statt (mit rund 200 Teilnehmenden)

Bei der Tagung ging es um praktische Beispiele, wie Stadt- und Mobilitätsplanung, Umweltplanung, Bevölkerungsschutz und Verwaltungsprozesse.

Mehr Infos: 👉 https://urban-ki.de/


Digitaltag 2025: Gelsenkirchen zeigt digitale Angebote zum Mitmachen

Am 27. Juni 2025 fand außerdem der bundesweite Digitaltag statt. Das Motto lautete: „Digitale Demokratie: Mitreden. Mitgestalten. Mitwirken.“

In Gelsenkirchen gab es dazu Vorträge, Workshops und Veranstaltungen vor Ort sowie online (hybrid). KI in der Stadtverwaltung, digitale Services, Sicherheit im Internet und neue Technologien wie AR (Augmented Reality) waren Thema.


Urbane Datenplattform: Daten für bessere Entscheidungen in der Stadt

Ein weiterer großer Schritt war der Start der Urbanen Datenplattform (UDP) am 19. Mai 2025. Hier wird eine Infrastruktur aufgebaut, die Daten aus der Stadt zusammenführt, auswertet und nutzbar macht. Das soll später zum Beispiel bei Verkehrsplanung, Stadtentwicklung sowie Umwelt- und Klimathemen helfen und zu einer schnelleren Reaktion bei Problemen führen.


Klima- und Umwelttag im Grünlabor Hugo

Im Herbst wurde sichtbar: Digitalisierung kann auch beim Klima helfen. Am 20. September 2025 fand der Klima- und Umwelttag im Grünlabor Hugo statt. Viele Menschen informierten sich dort z. B. über Biodiversität, Hitzevorsorge, nachhaltige Mobilität sowie Energieeffizienz.

Ein wichtiges Projekt war GE grünt. Es nutzt Sensoren, um Umwelt- und Klimadaten zu messen. Diese Daten sollen später öffentlich sichtbar werden.

Besucherinnen und Besucher konnten mit Apps und AR erleben, wie Begrünung aussehen könnte, zum Beispiel in Form von virtuellen Hochbeeten und Baum-Pflanz-Szenarien im Stadtraum. Das macht Klimaanpassung greifbarer und verständlicher. Solche Szenarien konnten auch schon während der Weberterrassen an der rosi und im Rahmen von lala.ruhr rund um den Wissenschaftspark ausprobieret werden.


Digitallinie 302: Augmented Reality entlang der Straßenbahn

Seit Juli 2025 gibt es die Digitallinie 302. Entlang der Straßenbahnlinie 302 können Fahrgäste und Passant*innen an ausgewählten Haltestellen digitale Inhalte erleben. Das geht mit dem Smartphone oder Tablet über Augmented Reality (AR). Vielleicht habt ihr die Aufkleber schon an einigen Stellen entdeckt (Heilig-Kreuz-Kirche-Vorplatz, Buer Rathaus, Kreuzung Munscheidstraße, Heinrich-König-Platz). Bezüglich der Aufkleber mit den QR-Codes und Hinweisen bedarf es vielleicht nochmal einer Überarbeitung, da einige schon sehr abgenutzt sind oder schon gewandert sind.

Auf der bunten und schick aufbereiteten Seite findet ihr Themen zu Klimaschutz, smarte Mobilität oder digitale Arbeitswelten. Das Projekt ist eine Gemeinschaftsarbeit der Stadt Bochum und Gelsenkirchen.

Mehr Infos:👉 https://www.bochum-smartcity.de/digitallinie

Screenshot der Startseite zur Website der Digitallinie 302.

Online mitmachen: Bürgerbeteiligung über die Plattform der Stadt

Ein wichtiger Erfolg für Gelsenkirchen war auch die digitale Bürgerbeteiligung. Über die Plattform: 👉 https://mitmachen.gelsenkirchen.de/ konnten Bürgerinnen und Bürger Ideen einreichen und bei Projekten mitwirken.

Der erste Beteiligungsprozess stand unter dem Thema Klimaanpassung. Es konnten Vorschläge zu mehr Grünflächen, Hochbeeten, Ideen gegen Hitze und Lösungen für Extremwetter gemacht werden.

Aus den Vorschlägen entstand ein Projektportfolio von bis zu 500.000 Euro, finanziert durch Bundesmittel aus der Smart-City-Förderung.

Ausschnitt der Website mitmachen.gelsenkirchen.de zur Öffentlichkeitsbeteiligung in der Stadt Gelsenkirchen. Auf dem Bild ist ein Panorama auf das Musiktheater aus der Vogelperspektive zu sehen mit einem Stück Hans-Sachs-Haus.

Wenn ihr tiefer einsteigen wollt, einfach den >>>Newsletter der Vernetzten Stadt abonnieren und auf den Plattformen vorbeischauen.