Vom Experiment zum Geschäftsmodell: Ein Startup für digitale Repräsentanzen
Joost Kolbe, Masterstudent an der Westfälischen Hochschule in Gelsenkirchen, hat gemeinsam mit seinem Geschäftspartner Cleve Rekowski das Startup Avatari gegründet. Ihr Konzept: fotorealistische digitale Menschen, die Unternehmen für Marketing, Kommunikation oder Schulungen nutzen können.


Von der Spielerei zur Geschäftsidee
Die ursprüngliche Idee entstand zunächst aus Neugier. Joost experimentierte vor einigen Jahren mit dem Generator des Computerspiels „Die Sims“, der digitale Figuren erzeugen konnte.
„Ich habe angefangen, diese Figuren zu verändern und zu kombinieren“, erinnert er sich.
Dabei entstand die Überlegung, digitale Menschen gezielt für Kommunikation einzusetzen. Aus dieser ersten wagen Idee aus der Jugend entwickelte sich jedoch noch kein fertiges Konzept. Auf der Suche nach jemandem, mit dem er sich darüber austauschen kann, traf er auf Cleve Rekowski. Die beiden hatten direkt einen guten Draht zueinander. Durch die Zusammenarbeit mit ihm bekam der Ansatz eine neue Dimension.
Cleve befindet sich aktuell in Ausbildung zum Softwareentwickler und brachte technische sowie gestalterische Möglichkeiten ein, die Joosts ursprüngliche Idee entscheidend erweiterten. Was als Experiment begann, wurde so Schritt für Schritt zu einem tragfähigen Geschäftsmodell – der ersten KI-Modelagentur, die echte Menschen als virtuelle Repräsentanzen in Szene setzt.
Für Joost und Cleve steht dabei eines von Anfang an fest: Das Unternehmen ist nur gemeinsam zu führen. Als echte Partnerschaft, in der einer den anderen ergänzt, und genau darin liegt die Stärke ihres Konzepts.
Drei Städte, ein Startup
Avatari entsteht an mehreren Orten gleichzeitig. Joost studiert in Gelsenkirchen, Cleve arbeitet aus Lübeck, und das Unternehmen ist offiziell im niedersächsischen Weener angemeldet, der Heimatstadt von Joost.

Die Zusammenarbeit funktioniert digital und dezentral – eine Arbeitsweise, die gut zum Produkt passt. Das Team wird aktuell durch Nika, der ersten Praktikantin bei Avatari, verstärkt und auch Cleves Partnerin Lena unterstützt das kleine Unternehmen als Creative Director tatkräftig.
Digitale Repräsentanzen statt generischer KI-Models
Das Startup entwickelt fotorealistische digitale Figuren, die in Bildern, Videos, oder Präsentationen eingesetzt werden können.
Der Unterschied zu vielen anderen KI-Model-Agenturen: Avatari setzt überwiegend auf reale Persönlichkeiten als Grundlage. Aus wenigen Fotos entsteht eine digitale Repräsentanz einer Person. Dazu reichen bereits 5 bis 7 Bilder aus verschiedenen Perspektiven.
Typische Einsatzbereiche sind:
- Social-Media-Inhalte
- Marketingkampagnen
- Produktpräsentationen
- Schulungs- und E-Learning-Videos
- 24/7 Live- und Echtzeitinteraktionen für Websites
Die Avatare können flexibel eingesetzt werden – in unterschiedlichen Umgebungen, Kleidungsstilen oder Sprachen. Unternehmen können Inhalte dadurch schneller produzieren und Kampagnen einfacher planen.

Einen Eindruck könnt ihr euch auf der Seite avatari-ai.com verschaffen – dort sprecht ihr mit Ava – ein digitaler Prototyp für z. B. Kundenanfragen.
Digitale Persönlichkeiten mit Profil
Zum Portfolio gehören sowohl reale als auch fiktive Figuren. Beispiele sind etwa Prisca Aivory oder Bianca Derani – virtuelle Repräsentanzen realer Persönlichkeiten.

Daneben existieren auch frei entwickelte Charaktere wie der japanische Boxer Kenjiro „Ken“ Solis oder die Gothic-Figur Syo Riven aus Los Angeles. Die Agentur setzt auf digitale Figuren mit Wiedererkennungswert statt austauschbarer KI-Models.

Technik als Ergänzung, nicht als Ersatz
Für die Gründer ist wichtig, dass ihre Technologie Menschen nicht ersetzt. „Echte Begegnungen bleiben unersetzbar“, sagt Joost. Digitale Avatare sollen vielmehr helfen, Inhalte effizienter zu produzieren und Unternehmen Zeit zu sparen. Insbesondere Soloselbständige sowie kleine und mittelständische Unternehmen sollen daraus einen Vorteil ziehen.
Ein Beispiel zeigt das Potenzial: Eine Immobilienmaklerin wollte emotionale Bilder für ihre Werbung nutzen, ohne echte Bewohner oder Wohnungen zu fotografieren. Die Lösung war eine virtuelle Repräsentanz der Maklerin kombiniert mit digitalen Szenen – realistisch, aber datenschutzfreundlich.
Der erste Schritt ins Unternehmertum
Zwischen der ersten Idee im Frühjahr 2025 und dem ersten Kundenauftrag lagen mehrere Monate Entwicklung und Planung. Ende 2025 gewann Avatari schließlich seinen ersten Kunden. Für Joost war das ein besonderer Moment – auch persönlich. Der Traum, den er bereits als Jugendlicher einmal hatte, ist damit Wirklichkeit geworden.
Avatari zeigt, wie aus einer spontanen Idee ein ernstzunehmendes Geschäftsmodell werden kann – wenn die richtigen Menschen zusammenfinden und konsequent an einer Vision arbeiten.
Kontakt
Wenn ihr neugierig geworden seid, dann könnt ihr mit Joost und Cleve folgendermaßen in Kontakt treten:
Per E-Mail: info@avatari-ai.com
über LinkedIn: https://www.linkedin.com/company/avatari
über Instagram: https://www.instagram.com/avatari.agentur
Weitere Infos erhaltet ihr auf der Website: https://www.avatari-ai.com.
[Alle Bilder (c) by Avatari, KI-generiert.]
