Umgezogen: Die BIC-Entwürfe sind jetzt im Wissenschaftspark
Im Juni stand ich noch im Hans-Sachs-Haus vor den Präsentationstafeln und Modellen, die zeigen, wie Gelsenkirchens neuer Bildungs- und Innovationscampus einmal aussehen soll. Jetzt ist die Ausstellung umgezogen. Wer sie verpasst hat, bekommt eine zweite Chance: Bis einschließlich 17. September 2026 sind die Entwürfe für das erste zentrale Gebäude des BIC im Wissenschaftspark Gelsenkirchen zu sehen. Der Eintritt ist frei, zugänglich ist zu den üblichen Öffnungszeiten.
Damit deckt die Ausstellung die kompletten Sommerferien ab und bleibt danach noch knapp drei Wochen sichtbar. Gezeigt werden die Wettbewerbsbeiträge der letzten Auswahlrunde. Tafeln und Modelle von fünf Architekturbüros, die sich alle mit derselben Frage beschäftigt haben: Wie könnte das Tor zum künftigen Bildungscampus aussehen?
Wer hier einzieht
Hauptnutzer des neuen Gebäudes, das intern „Campus-Tor“ heißt, wird das Berufskolleg für Technik und Gestaltung. Über 2.200 Schülerinnen und Schüler bereitet das btg dort auf Berufe in Ingenieurwesen, Medien und Design vor, eng verzahnt mit Industrie und Handwerk. Dazu kommen die IHK Nord Westfalen, die Räume anmieten will, sowie neue Ideen wie ein Maker Space, eine Campus-Gastronomie und ein Kompetenzzentrum für berufliche Orientierung.
Andrea Henze brachte es bei der Vorstellung im Juni so auf den Punkt: „Wir entwickeln mit diesem Gebäude das Tor zu einem künftigen Markenzeichen unserer Stadt, dem Gelsenkirchener Bildungs- und Innovationscampus.“ Über 40 Büros hatten sich am Wettbewerb beteiligt, am Ende setzte sich C.F. Møller Architects aus Aarhus durch – ein Büro mit hundert Jahren Erfahrung im nordischen Raum und mit Standorten unter anderem in Berlin und Kopenhagen.
Einladendes Erdgeschoss und Holzoptik
Als ich im Hans-Sachs-Haus zwischen den Modellen stand, war es vor allem das offene Erdgeschoss, das mir im Kopf geblieben ist. Ein großzügiges Foyer als zentraler Treffpunkt für alle, dazwischen schulische Werkstätten.
Der Entwurf setzt auf eine Holz-Hybridbauweise, die auch von innen und außen sichtbar bleiben soll. Staffelartige Terrassen, Balkone, begrünte Bereiche. Das Gebäude soll sich in Etappen zur Stadt hin öffnen, mit grünen Inseln und offenen Wegen, die die einzelnen Campus-Gebäude miteinander verbinden. Auch die Werkstätten im Erdgeschoss sind so gedacht, dass sie sich nach draußen öffnen können.
Wer neugierig geworden ist, hat jetzt bis Mitte September Zeit für einen Besuch im Wissenschaftspark. Mehr zum Projekt, den Bauabschnitten und zum neuen Zentralbad findet ihr unter >>>gelsenkirchen.de/bildungscampus.
