Waldwipfel
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Ein Wald wächst in der Bergmannstraße

Projekt des BGK zur Szeniale startet am 2. August

Gordana Djukic, Vorsitzende des BGK, sitzt mir gegenüber und steckt mittendrin in der Vorbereitung für ein Projekt, das am 2. August um 15 Uhr seinen Auftakt nimmt – acht Wochen vor der Szeniale.

Gordana Djukic zu den Projektwochen des BGK zur Szeniale 2026
Gordana Djukic, 1. Vorsitzende des BGK
Gordana Djukic ist 1. Vorsitzende des BGK

Jetzt! Raum zum Wachsen

Zwölf Künstlerinnen und Künstler des BGK bauen gemeinsam mit allen, die sich beteiligen möchten, eine raumfüllende Wald-Installation. Am 2. August steht das Domizil in der Bergmannstraße 53 erstmal nur voller Material. Keine fertige Idee, kein Konzept mit vorbestimmter Marschrichtung. Gordana erklärt im Gespräch, worum es dabei geht: „Im Vordergrund steht das gemeinsame Erschaffen.“ Nicht Geschwindigkeit oder Wettbewerb, sondern Verbundenheit, Vielstimmigkeit und wechselseitige Unterstützung sind das Fundament dieser Vision. Vorerfahrung braucht dafür niemand.

Hier entsteht demnächst ein Wald!

In den acht Wochen danach reiht sich Workshop an Workshop, jeder mit eigenem Namen und eigener Handschrift. Beim Zeichenworkshop „Kleine Helfer, große Wirkung“ geht es um die Nützlichkeit von Insekten, die ungesehen und im Verborgenen wichtige Arbeit für die Umwelt leisten. Bei „Was Wurzeln sagen“ arbeiten die Teilnehmenden mit asemischem Schreiben – dabei entstehen keine lesbaren Wörter, sondern Linien und Zeichen, die aus Bewegung und Rhythmus heraus entwickelt werden.

Ausschnitt aus dem Projekt-Programm des BGK

„Komm und lausche“ lädt zum meditativen Zuhören mit geschlossenen Augen – eine Stunde lang. Das Format „Open House“ ist – wieder Name schon sagt – offen: Alles kann, nichts muss: performen, basteln, weiterbauen am Wald oder einfach nur austauschen.

Gemeinschaft leben

Warum ausgerechnet ein Wald? Das Motto der Szeniale lautet „Worauf wollen wir noch warten?“ – und Gordana übersetzt das für den BGK in ein Bild: Ein Wald ist Vernetzung, ist gemeinsames Wachsen statt Einzelkämpfertum. Alles, was während der Projektwochen entsteht, wird Teil der fertigen Installation. Wer mitmacht, landet zudem auf der „Wall of Fame“ – mit Foto und Namen.

Zu sehen gibt es den fertigen Wald nur an einem einzigen Tag, dem Festivaltag der Szeniale am 26. September. Danach werden die Materialien zurückgeführt, Upcycling ist auch hier ein wichtiger Faktor. Nachhaltigkeit ist gelebte Praxis.

Zeichnen, schreiben, formen – die Workshops decken viele kreative Techniken ab

Im Interview verrät Gordana, wie sich aus ursprünglich sieben Ideengeberinnen zwölf Beteiligte ergaben, warum sie sich selbst in diesem Sommer keinen einzigen Urlaubstag gönnt – und was sie sich für den Moment wünscht, in dem der Wald endlich steht: „Dieses Gefühl, hier ist eine Atmosphäre, hier ist ein Vibe, der positiv ist, der voller Herzlichkeit ist.“

Das ganze Gespräch gibt’s oben als Audio zum Reinhören.

Die Eckdaten:
Auftakt: 2. August im Domizil des BGK, Ückendorf
Projektwochen mit Workshops: bis 25. September
Szeniale-Opening: 25. September, 18.30 Uhr, Heiligkreuzkirche
Festivaltag mit fertiger Installation: 26. September, ab 11 Uhr

Alle Infos zum Programm und den Workshops findet ihr unter
bundgelsenkirchenerkuenstler.de.

Also: Vorbeikommen und mitmachen!
Ich persönlich freue mich besonders darauf, meinen eigenen Pilz zu basteln!

Pilze im Wald

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