flora liest: Auftakt für die offene Lesebühne
Mit 38 Besucher*innen feierte am Mittwochnachmittag die neue Reihe „flora liest…“ Premiere. Schnell wurde klar, dass es nicht nur ums Zuhören ging, sondern um echten Austausch.
Jwanzeen Al-Sello und Helena Hornig nahmen mit ihren Texten das Publikum mit auf eine persönliche Reise: von ihrer eigenen Geschichte in Gelsenkirchen über die Wahrnehmung von außen bis hin zu ihren Wünschen für die Zukunft. Dabei wurde es nahbar, ehrlich und stellenweise auch nachdenklich.


Ein besonderes Highlight waren Texte aus dem Jahr 2025, mit denen beide am Wettbewerb „Jugend schreibt“ teilgenommen haben. Diese sind im Band Homestory erschienen und ihr könnt die Texte sowohl digital als auch analog einsehen. Außerdem sind sie in der Stadtbibliothek ausleihbar.
Jwanzeen brachte an diesem Nachmittag nicht nur sein literarisches, sondern auch sein musikalisches Talent zum Einsatz und begleitete Helenas neues Gedicht „Duftwelt“ am Flügel. Eine poetische und zugleich positive Reise in die Welt der Wahrnehmung, die das Publikum im Raum sichtbar berührte.

Im Anschluss präsentierte Jwanzeen seinen neuen Text „Ich wäre gern eine 10 von 10…“. Die Performance ging stellenweise ins Jammen über. Rhythmisch, intensiv und voller Energie. Inhaltlich stellte der Text große Fragen: Wann gehöre ich dazu? Warum bleiben manche Türen verschlossen, während andere scheinbar mühelos Teil einer Gemeinschaft werden? Themen, zum Nachdenken anregten.
Die beiden beantworteten im Dialog mit Martin Pockrandt – dem neuen Kulturmanager – zahlreiche Fragen und suchten aktiv das Gespräch mit dem Publikum. Gerade dieser direkte Austausch wurde von vielen als besonders wertvoll empfunden, nicht wenige gingen mit neuen Gedanken und Perspektiven nach Hause.
Wie geht es weiter?
Die nächste Ausgabe von flora liest… steht schon fest: Am 22.04. um 16 Uhr lesen Mieke Blohm und Gabriel Kölsch im Kulturraum „die flora“ mit leckerem Kuchen und Getränken.

Vielen Dank an dieser Stelle für die Eindrücke von Martin Pockrandt zu diesem Auftakt und für die Fotos von Sebastian Roth.

