Frauengeschichte in Gelsenkirchen neu erzählt
Neuauflage eines Buches und einer ganzen Gruppe
Vor fast genau einem Monat kam die Pressemitteilung zur Neuauflage des Buchs „Von Hexen, Engeln und anderen Kämpferinnen – Stadtrundgänge zur Frauengeschichte in Gelsenkirchen“ heraus.

Anfang der 2000er Jahre entstand aus einem Projekt des Frauen- und Mädchenforums der lokalen aGEnda 21 die Idee zum Buch. Es porträtiert Frauen wie Elisabeth Nettebeck, die Heinze-Frauen, Ilse Kibgis oder Elisabeth Käsemann und zeigt anhand von Quellen, Interviews und Fotos, wie sie das gesellschaftliche, kulturelle und politische Leben der Stadt geprägt haben.
In mehreren thematischen Rundgängen werden Orte vorgestellt, an denen Frauengeschichte sichtbar wird. Der Titel steht sinnbildlich für die Vielfalt weiblicher Rollen – von verfolgten „Hexen“ über fürsorgliche „Engel“ bis zu kämpferischen Pionierinnen – und macht deutlich, wie Frauen trotz Widerständen Stadtgeschichte geschrieben haben.

Anlässlich des Stadtjubiläums wurde das seit Jahren vergriffene Buch aktualisiert und neu aufgelegt. Bereits seit Herbst 2024 arbeitete eine Projektgruppe gemeinsam mit einigen der ehemaligen Autorinnen an dem Werk. Weitere davon abgeleitete Projekte, wie Stadtführungen sind in Planung. Erschienen ist die Publikation im Gelsenkirchener Verlag Bücherplantage (ISBN 978-3-947880-10-2) und ist im Buchhandel erhältlich.
Frauengeschichtswerkstatt Reloaded
Und es gibt noch mehr zu entdecken und zu erforschen! Inspiriert von der sogenannten Frauengeschichtswerkstatt, zu der sich vor fast 35 Jahren engagierte Gelsenkirchenerinnen regelmäßig in Arbeitsgruppen getroffen haben, um die Frauengeschichte in Gelsenkirchen aufzuarbeiten, gibt es seit ein paar Monaten eine neue Gruppe. Ganz zufällig bin ich involviert 😉 Wir treffen uns einmal im Monat und sammeln, erforschen und archivieren Erinnerungen, Dokumente und Bilder. Aktuell erarbeiten wir Gesprächsleitfäden, wälzen die Gelsenkirchener Stadt-Chroniken und identifizieren Anknüpfungspunkte für erste Interviews mit Zeitzeuginnen.
Wir suchen
Hinweise, Dokumente, Zeitungsartikel und Geschichten sowie weitere Mitstreiterinnen, die ernsthaftes Interesse an der Mitarbeit haben, sind gefragt! Im Speziellen geht es um den Zeitraum 1945 bis 2000 und die Geschichte herausragender Persönlichkeiten, vor allem aber um Initiativen, Vereine und Gruppen von Frauen, die die Stadtgeschichte mit geprägt und gestaltet haben.
Schreibt uns unter: frauengeschichtswerkstatt@gmail.com

