Möbel für die Stadt: Kirchenbänke werden zu Kunst

Das Warm-Up-Programm der Manifesta 16 ist in vollem Gange: Leerstehende Kirchen verwandeln sich in offene Orte für Kunst, Design und gesellschaftlichen Austausch. In der St. Josef Kirche in der Ückendorfer Str. 124 in Gelsenkirchen wurde schon ordentlich gewerkelt – jetzt geht es in die nächste Runde.

Neue Möbel entstehen aus Holzpaletten.
Einige Möbel, die in Workshops mit lala.ruhr entstanden sind, gibt es bereits in und um die St. Josef Kirche herum.

Vom Kirchenraum zum Stadtraum

Curro Claret arbeitet gemeinsam mit der nomadischen Werkstatt Baucircus daran, alten Materialien neues Leben einzuhauchen. Im Fokus stehen ausrangierte Kirchenbänke. Daraus entstehen Möbel für den öffentlichen Raum, entwickelt zusammen mit den Menschen vor Ort.

Vom 15. bis 20. Mai wird die St. Josef Kirche zum offenen Workshopraum. Hier wird gebaut, ausprobiert und diskutiert. Das Angebot ist kostenlos und offen für alle. Vorkenntnisse sind nicht notwendig.

Mitmachen statt nur Zuschauen

Die Workshops sind in zwei tägliche Einheiten gegliedert.
Vormittags von 11:30 bis 13:30 Uhr und nachmittags von 15:00 bis 18:00 Uhr.

Open Workbench Veranstaltungsplakat

Ihr könnt flexibel teilnehmen oder den gesamten Tag vor Ort bleiben. Wer eigene Ideen umsetzen möchte, sollte mehrere Tage einplanen. Der Auftakt findet am 15. Mai von 16:00 bis 18:00 Uhr statt. Gemeinsam mit Curro Claret geht es durch die Kirche und die Nachbarschaft. Dieser Rundgang bildet die Grundlage für die späteren Entwürfe.

Anmeldungen ab sofort möglich!

Die Anmeldung erfolgen über dieses Formular >>>online.

Social Design zum Anfassen

Das Projekt „This is not a church pew“ wird im Anschluss Teil der Ausstellung der Manifesta. Die entstandenen Möbel sind mehr als Designobjekte. Sie stehen für Wiederverwertung, Gemeinschaft und die aktive Mitgestaltung des eigenen Umfelds.

Für Studierende aus Design und Architektur bietet sich hier eine konkrete Möglichkeit, praktische Erfahrungen zu sammeln. Gleichzeitig profitieren alle Teilnehmenden davon, direkt an der Gestaltung der Stadt mitzuwirken.

Gelsenkirchen als Experimentierfeld

Die Manifesta 16 Ruhr nutzt bewusst Orte wie Gelsenkirchen. Die Stadt steht für Wandel und genau dieser Wandel wird sichtbar gemacht. Insgesamt zwölf leerstehende Kirchen in Duisburg, Essen, Gelsenkirchen und Bochum werden zu Räumen für Dialog und künstlerische Projekte. Mehr zum sogenannten Manifesta 16 + Programm, dem künstlerischen „Hauptprogramm“ und den Spielorten erfahrt ihr auch >>>hier.