Urbane Künste Ruhr vergibt Recherche-Aufenthalte mit Archivzugang

Im Jahr 2026 vergeben Urbane Künste Ruhr und die Stiftung Geschichte des Ruhrgebiets gemeinsam drei dreimonatige Recherche-Aufenthalte in Bochum. Das Programm richtet sich an professionell arbeitende Künstler*innen, die sich intensiv mit Archiven auseinandersetzen und deren Praxis von Recherche und künstlerischer Forschung geprägt ist.

Arbeiten im Haus der Geschichte des Ruhrgebiets

Die ausgewählten Künstler*innen erhalten einen Arbeitsplatz im Haus der Geschichte des Ruhrgebiets in Bochum – inklusive Zugang zu Bibliothek und Archiv. Diese direkte Anbindung an umfangreiche historische Bestände ermöglicht eine vertiefte und nachhaltige Auseinandersetzung mit der Region Ruhrgebiet, ihren gesellschaftlichen Dynamiken und kulturellen Narrativen.

Während der Recherchephase sind die Stipendiat*innen eingeladen, im Austausch mit dem kuratorischen Team vor Ort eine Projektidee zu entwickeln. Je nach Eignung kann diese 2027 Teil einer mehrtägigen Veranstaltung in Duisburg werden.

Fokus auf Archivarbeit und künstlerische Forschung

Besonders angesprochen sind Künstler*innen, die mit den Medien Text, Sprache, Film oder Performance arbeiten. Das Programm bietet Raum für kontextspezifische Ansätze und experimentelle Rechercheformate, die Archivmaterial als Ausgangspunkt künstlerischer Praxis nutzen.

Themen wie:

  • Mobilität und Verortung im Kunstfeld
  • Institutionskritik
  • kontextspezifische Arbeitsweisen

werden zentrale Bestandteile der geplanten Veranstaltung in Duisburg 2027 sein und können bereits in der Bewerbung aufgegriffen werden.

Zeitraum und Bewerbung

  • Aufenthaltszeitraum: 1. September 2026 bis 30. November 2026
  • Bewerbungsschluss: 27. März 2026

Interessierte Künstler*innen finden weitere Informationen sowie den vollständigen Open Call unter:
👉 https://www.urbanekuensteruhr.de/zu-gast

Fragen zum Programm können per E-Mail an zugast@urbanekuensteruhr.de gerichtet werden.


Mit diesem Recherche-Programm setzen Urbane Künste Ruhr und die Stiftung Geschichte des Ruhrgebiets ein starkes Zeichen für die Verbindung von künstlerischer Praxis und regionaler Geschichtsforschung. Wer sich für Archive als lebendige Orte der Wissensproduktion interessiert und das Ruhrgebiet aus einer forschenden Perspektive neu entdecken möchte, findet hier eine besondere Gelegenheit.