Wenn Räume Geschichten erzählen: VR-Ausstellung in Oberhausen

Ausnahmsweise mal ein Blick nach nebenan: Was passiert mit Orten, wenn sie sich verändern, verschwinden oder nur noch in Erinnerungen weiterleben? In Oberhausen gibt es darauf jetzt eine Antwort: „Oberhausen Immersive Echoes“.

Ab dem 13. März 2026 wird in der Unterhaus Galerie eine Virtual-Reality-Ausstellung eröffnet, die fünf ganz besondere Orte der Stadt digital bewahrt – und zwar so lebendig, als würde man mitten in ihnen stehen. Umgesetzt wurde das Projekt von mxr storytelling aus Gelsenkirchen. Und ich bin schon gespannt, wie ein Flitzebogen auf die Ergebnisse! Bin ich doch selbst großer Fan vom Places Festival und war vom Memo Markt und Virtual Kinetic Landscapes echt begeistert!

Mann mit VR-Brille

Eine Reise durch Oberhausen – nur anders

Stell dir vor, du setzt eine VR-Brille auf – und plötzlich stehst du mitten in einem Ort, der vielleicht bald ganz anders aussieht oder sogar verschwindet. Genau das macht diese Ausstellung möglich.

Die Grundlage dafür ist die 3D-Technologie namens Gaussian Splatting (wurde auch beim Projekt fevr pitches eingesetzt). Damit wurden ausgewählte Orte aus Oberhausen fotorealistisch digitalisiert. Aber es geht hier nicht nur um beeindruckende Technik – sondern vor allem um Erinnerungen.

Virtual Reality Anwendung in einer Kirche
In der St. Joseph Kirche in Gelsenkirchen-Schalke wurden mit Hilfe von Gaussian Splatting ganze Fußballstadien erlebbar gemacht

Die virtuellen Räume sind mit Stimmen und persönlichen Geschichten von Menschen verknüpft, die diese Orte geprägt haben oder sie besonders gut kennen.

Folgende fünf Orte, die zuvor von Bürgerinnen und Bürgern vorgeschlagen wurden, könnt ihr virtuell erleben:

  • Spielwaren Lausberg
  • Kunstfabrik Oberhausen
  • Gartendom
  • Kirche an der Kempkenstraße
  • Sterkrader Wald

Projektleiter Roman Pilgrim vom mxr storytelling erklärt:

„Mit Oberhausen Immersive Echoes erschaffen wir ein virtuelles Archiv für Räume, die viel zu erzählen haben – Orte, die vielleicht mitten im Wandel der Stadt stehen oder künftig nur noch in unserer Erinnerung existieren.“

Technologie aus dem Ruhrgebiet

Spannend ist auch der regionale Hintergrund des Projekts: Das mxr storytelling, das hinter der technischen Umsetzung steht, hat seinen Sitz in Gelsenkirchen. Damit verbindet das Projekt gleich mehrere Städte im Ruhrgebiet – entwickelt in Gelsenkirchen, erzählt es die Geschichten von Orten in Oberhausen und macht sie digital für die Zukunft erlebbar.

VR erleben – oder bequem von zu Hause

Wer die Ausstellung besucht, kann mit VR-Brillen direkt in die digitalisierten Räume eintauchen. Das Erlebnis ist immersiv, atmosphärisch und vermutlich auch ein bisschen emotional. Selbst wenn du nicht vor Ort sein kannst, kannst du die Orte trotzdem erkunden. Alle Aufnahmen sind über einen integrierten Viewer direkt im Browser abrufbar.

So wird aus der Ausstellung ein digitales Gedächtnis für Oberhausen, das weit über die Galerie hinaus reicht.

Vom Besucher zum digitalen Archivar

Das Projekt will aber noch mehr als nur zeigen, was technisch möglich ist. Es lädt Menschen auch dazu ein, selbst aktiv zu werden. Am 20. März 2026 findet ein vierstündiger Praxis-Workshop statt, in dem Einsteiger lernen, wie man mit einfachen Smartphone-Aufnahmen reale Orte in 3D-Modelle verwandelt.

Die Idee dahinter: Ein wachsendes, gemeinschaftliches Erinnerungsarchiv für Oberhausen.

Die wichtigsten Termine auf einen Blick

Vernissage – Freitag, 13. März 2026

  • 18:00 Uhr – Einlass
  • 18:30 Uhr – Begrüßung durch kitev (Stefan Schroer)
  • Grußwort der Stadt Oberhausen (Hendrik Wächter, Smart City Programmkoordination)
  • Projektvorstellung durch Roman Pilgrim (mxr storytelling)
  • Danach: VR testen & DJ-Set von Dennisúr Geórgeson

Ausstellung

  • Ort: Unterhaus Galerie, Friedrich-Karl-Straße 4, Oberhausen
  • Zeitraum: 14. März – 28. März 2026
  • Öffnungszeiten: Montag bis Samstag, 15:00 – 19:00 Uhr
  • Eintritt: kostenlos

Workshop: „Digitale Zeitkapseln – Orte bewahren mit Gaussian Splatting“

  • Datum: Freitag, 20. März 2026
  • Uhrzeit: 16:00 – 20:00 Uhr
  • Ort: Unterhaus Galerie

Infos & Anmeldung:
www.immersive-echoes.de

Stadtgeschichte neu erleben

„Oberhausen Immersive Echoes“ zeigt eindrucksvoll, wie Technologie dabei helfen kann, Erinnerungen, Orte und Geschichten für die Zukunft zu bewahren. Vielleicht ist es genau das, was Städte im Wandel brauchen: nicht nur neue Gebäude – sondern auch neue Wege, ihre Vergangenheit lebendig zu halten.

Für Gelsenkirchen wüsste ich auf jeden Fall schon ein paar Orte 🙂 Fällt euch auch einer ein?