Zwei Wochen mit 45 Aktionen gegen Rassismus

Innerhalb von zwei Wochen finden in Gelsenkirchen insgesamt 45 Aktionen gegen Rassismus statt. Während der Internationalen Wochen gegen Rassismus vom 16. bis 29. März gibt es zahlreiche Möglichkeiten sich zu informieren, mitzuwirken und ein Zeichen für Menschenwürde und Vielfalt zu setzen. Unter dem Motto „100% Menschenwürde. Zusammen gegen Rassismus und Rechtsextremismus.“ lädt ein breites Netzwerk aus Organisationen, Initiativen und Einrichtungen zu Workshops, Vorträgen, Aktionen im öffentlichen Raum und kreativen Mitmachangeboten ein.

Über 50 Partner gestalten das Programm

Erstmals wird die Demokratische Initiative im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ von der Partnerschaft für Demokratie unterstützt. Ziel ist es, die zahlreichen Veranstaltungen während der Aktionswochen besser zu bündeln und sichtbar zu machen.

Workshops, Vorträge und Angebote zum Mitmachen

Ein Beispiel aus dem vielfältigen Programm ist ein Workshop der Fachstelle demokratie.bewegen der Stadt Gelsenkirchen. Unter dem Titel „In 90 Minuten: Von der Idee zum Projekt“ lernen Teilnehmende, wie aus einer Idee ein konkretes Projekt entstehen kann.

Der Workshop findet am Freitag, 27. März, von 17:30 bis 19 Uhr im Wissenschaftspark Gelsenkirchen (Munscheidtstraße 14) statt. Interessierte können sich per E-Mail an inga.clever@gelsenkirchen.de oder telefonisch unter 0209 169 8549 anmelden.

Auch die Schalker Fan-Initiative beteiligt sich an den Aktionswochen. „Fußballstadien sind ein Spiegel der Gesellschaft – und leider gibt es auch dort noch rechtsextreme Strukturen“, sagt Paula Leh von der Fan-Initiative. „Gerade deshalb ist zivilgesellschaftliches Engagement im Fußball so wichtig – für eine klare Haltung gegen Rassismus.“

Am Donnerstag, 19. März, ab 18:15 Uhr informiert die Initiative im Café Ütelier (Bochumer Straße 114) über neurechte Entwicklungen in Fußball- und Fankulturen.

Aktionen auf dem Heinrich-König-Platz

Auch im öffentlichen Raum wird während der Aktionswochen ein deutliches Zeichen gesetzt. Am Mittwoch, 25. März, von 10 bis 13 Uhr veranstalten das Mädchenzentrum, die Beratungsstelle für Frauen der Arbeiterwohlfahrt (AWO) sowie die Gleichstellungsstelle der Stadt Gelsenkirchen eine gemeinsame Aktion auf dem Heinrich-König-Platz.

„In einem Aktionsraum – einem Kubus auf dem Platz – werden wir Statements zu Menschenwürde, Gleichberechtigung, Vielfalt und Antidiskriminierung präsentieren“, erläutert Barbara Christ vom Mädchenzentrum.

Am selben Tag organisiert das Kommunale Integrationszentrum der Stadt Gelsenkirchen gemeinsam mit dem Caritasverband Gelsenkirchen eine Fotoaktion.

Während des Feierabendmarktes können Besucher*innen mit einem Foto und einer persönlichen Botschaft für Menschenwürde, Respekt und Vielfalt Gesicht zeigen.

Weitere Veranstaltungen in den Stadtteilen

Auch soziale Einrichtungen beteiligen sich mit unterschiedlichen Angeboten an den Aktionswochen. Die Caritas veranstaltet unter anderem ein Ramadanfest im Quartier, während die Diakonie im Quartiersladen in Gelsenkirchen-Horst zu kreativen Aktionen einlädt. Die Arbeiterwohlfahrt (AWO) organisiert zudem eine Kinovorführung im Rahmen der Aktionswochen.

Programm

Das ganze Programm findet ihr >>>hier.

Hintergrund

Mit dem Bundesprogramm „Demokratie leben!“ fördert das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend seit 2015 zivilgesellschaftliches Engagement für ein demokratisches und vielfältiges Zusammenleben sowie Projekte gegen Radikalisierung und gesellschaftliche Polarisierung.

Ein zentraler Bestandteil des Programms sind die „Partnerschaften für Demokratie“. Seit Beginn der dritten Förderperiode im Jahr 2025 ist Gelsenkirchen einer von bundesweit 333 Standorten.

Die Internationalen Wochen gegen Rassismus gehen auf einen Beschluss der Vereinten Nationen zurück. Vor über 50 Jahren wurde der 21. März zum Internationalen Tag für die Beseitigung der Rassendiskriminierung erklärt.

Die Demokratische Initiative Gelsenkirchen ist ein Bündnis aus Parteien, Kirchen, Gewerkschaften, karitativen Einrichtungen und weiteren gesellschaftlichen Gruppen der Stadt.