Queerfilmnacht startet im Kulturraum „die flora“
Der Kulturraum „die flora“ wird 2026 Teil des bundesweiten Netzwerks der Queerfilmnacht und setzt damit ein klares Zeichen für Vielfalt, Sichtbarkeit und kulturelle Teilhabe in Gelsenkirchen. Mit einer neuen monatlichen Filmreihe werden ausgewählte Produktionen mit Diversity-Schwerpunkt gezeigt und einem breiten Publikum zugänglich gemacht.
Der Auftakt der Veranstaltungsreihe findet am Donnerstag, 19. März 2026, um 19 Uhr statt. Gezeigt wird die bewegende Coming-of-Age-Geschichte „Enzo“ (F/B/I 2025) von Regisseur Robin Campillo. Der Eintritt kostet 5 Euro, ermäßigt 3 Euro.

Ein Film über Identität und Selbstfindung
Im Mittelpunkt des Films steht der 16-jährige Enzo, gespielt von Eloy Pohu. Als Außenseiter stellt er sich gegen die Erwartungen seiner wohlhabenden Eltern und beginnt eine Ausbildung zum Maurer – weit entfernt vom komfortablen Leben in der Villa seiner Familie. Die körperliche Arbeit fällt ihm schwer, doch auf der Baustelle begegnet er seinem älteren Kollegen Vlad (Maksym Slivinskyi) aus der Ukraine.
Zwischen den beiden entwickelt sich eine besondere Freundschaft. Vlad wird für Enzo zu einem wichtigen Vorbild, das ihm in seinem bisher behüteten Leben gefehlt hat. Gleichzeitig beginnen sich bei Enzo neue Gefühle zu entwickeln, die sein Leben zunehmend komplizierter machen.
Der Film erzählt einfühlsam von Identität, Zugehörigkeit und dem Prozess des Erwachsenwerdens. Dabei verbindet „Enzo“ persönliche Erfahrungen mit gesellschaftlichen Fragen – ein Merkmal, das das queere Kino besonders auszeichnet. Die Produktion ist zugleich die erste internationale Co-Produktion der Queer Film Night seit 2018 und wird im französisch-ukrainischen Original mit deutschen Untertiteln gezeigt.
Raum für queere Perspektiven
Die neue Filmreihe knüpft thematisch an das bekannte Queer Filmfestival an, das seit Jahren vielfältige filmische Perspektiven auf unterschiedliche Lebensrealitäten präsentiert und wichtige gesellschaftliche Impulse setzt.
Queere Filme eröffnen neue Blickwinkel auf Themen wie Identität, Liebe, Familie und gesellschaftliche Zugehörigkeit – Aspekte, die gerade in einer vielfältigen Stadtgesellschaft wie Gelsenkirchen eine wichtige Rolle spielen. Mit den monatlichen Filmabenden soll ein Ort entstehen, an dem Begegnung möglich wird und unterschiedliche Lebensrealitäten sichtbar werden.
Die Queerfilmnacht im Kulturraum „die flora“ lädt damit nicht nur zum Kinoabend ein, sondern auch zum Austausch über Vielfalt, Akzeptanz und gesellschaftliches Miteinander. Mehr Infos findet ihr auch auf der >>>Website.

