Kunstwerk „HORST“ vollendet seine Verwandlung

Zehn Monate geplanter Wandel

Am Josef-Büscher-Platz gegenüber von Schloss Horst ist in den vergangenen Monaten ein neues Wahrzeichen für den Stadtteil entstanden: Der markante Schriftzug „HORST“ hat nach rund zehn Monaten seinen finalen Zustand erreicht. Die bewusst eingeplante Oxidation der Metallbuchstaben ist abgeschlossen und verleiht dem Kunstwerk nun genau jene charakteristische Optik, die Künstler Beni Veltum von Beginn an vorgesehen hatte.

Die Installation besteht aus einem massiven Betonblock mit aufgesetzten Metallbuchstaben und wurde bewusst als Kunstwerk im Wandel konzipiert. Erst durch den natürlichen Kontakt mit Wasser entwickelte sich nach und nach die rostbraune Oberfläche, die dem Schriftzug heute seine endgültige Erscheinung gibt. Damit ist ein zentraler Teil der künstlerischen Idee nun vollendet.

Ein Zeichen für Selbstbewusstsein und Wandel

„Wir wollten ein starkes, selbstbewusstes Zeichen für Horst schaffen – eines, das mit der Zeit wächst und an Ausdruck gewinnt. Dass der Schriftzug nun genau diesen gewünschten Zustand erreicht hat, freut uns besonders“, erklärt Daniel Schacht, 1. Vorsitzender des Vereins Zukunft Horst e.V.

Bereits bei der ersten Präsentation im vergangenen Jahr wurde deutlich, dass „HORST“ weit mehr als ein klassisches Kunstobjekt ist. Der Schriftzug dient heute als Identifikationspunkt für viele Menschen im Stadtteil und entwickelt sich zunehmend zu einem beliebten Fotospot für Besucherinnen und Besucher.

Impulse für den Josef-Büscher-Platz

Auch städtebaulich könnte das Projekt eine größere Rolle spielen. „Die Skulptur könnte mittelfristig auch den Startschuss für eine umfassende Neugestaltung des Josef-Büscher-Platzes geben. Sie zeigt, welches Potenzial in diesem zentralen Ort steckt und kann Impulse für eine weitere städtebauliche Entwicklung setzen“, sagt Dr. Constantin Verse, 2. Vorsitzender des Vereins Zukunft Horst e.V.

v. l. n. r.: Thomas Jablonski (stellvertretender Referatsleiter Wirtschaftsförderung Gelsenkirchen), Beni Veltum, Daniel Schacht (1. Vorsitzender des Vereins Zukunft Horst e.V.), Dr. Constantin Verse (2. Vorsitzender), Konstantin Noll (City-Manager Gelsenkirchen-Horst)

Unterstützt wurde das Projekt unter anderem durch die Wirtschaftsförderung der Stadt Gelsenkirchen. Dr. Uta Willim, Referatsleiterin der Wirtschaftsförderung, betont die Bedeutung solcher Projekte für die Entwicklung des Stadtteils: „Die Entwicklung des Kunstwerks zeigt eindrucksvoll, wie durch gemeinsames Engagement ein nachhaltiger Mehrwert für den Stadtteil entsteht. Der Schriftzug wertet den Josef-Büscher-Platz sichtbar auf und stärkt damit die Attraktivität von Horst insgesamt.“

Kunstwerk als neuer Orientierungspunkt

Auch Konstantin Noll, City-Manager von Gelsenkirchen-Horst, sieht in der Installation mittlerweile einen festen Orientierungspunkt im Stadtteil: „Mit der finalen Ausprägung durch die Oxidation bekommt der Schriftzug nun genau die Authentizität, die ihn so besonders macht.“

Mit der offiziellen Präsentation endet nun nicht nur die formale Fertigstellung des Kunstwerks, sondern auch ein bewusst angelegter, zeitlicher Gestaltungsprozess. Besucherinnen und Besucher sind eingeladen, den Schriftzug in seinem finalen Zustand zu erleben und mehr über die Hintergründe, die Entstehung sowie die besondere Materialität des Projekts zu erfahren.

Dauerhaftes Symbol für Gelsenkirchen-Horst

Das Projekt steht beispielhaft für die Zusammenarbeit zwischen Stadt, Verein, Kunst und lokalen Akteuren – und bleibt zugleich als dauerhaft sichtbares Symbol für Wandel, Identität und Zusammenhalt im öffentlichen Raum von Gelsenkirchen-Horst bestehen.

Alle Fotos: Martin Schmüdderich