Kaffee trinken für Gelsenkirchen

Kaffee kommt normalerweise aus Äthiopien, Kolumbien oder Brasilien. Jetzt kommt er auch aus Gelsenkirchen. Zumindest symbolisch. Denn mit „Käffchen. Made in Gelsen.“ bringen die beiden Gelsenkirchener Josef Bathen und Marius Rupieper nicht einfach nur eine neue Kaffeemarke raus, sondern auch ein Projekt, das lokal gedacht ist, und der Stadt etwas zurückgeben soll.

Josef Bathen kennt ihr vielleicht schon aus dem Café Odiba am Buerschen Marktplatz. Er steht seit Jahren für handwerklich gerösteten Kaffee mit künstlerischem Anspruch. Seine Familie ist seit 1898 in Gelsenkirchen verwurzelt. In der ehemaligen Fleischerei in Erle, in der heute die Rösterei sitzt, entstehen Kaffeesorten, die auch schon über die Stadtgrenzen hinaus Aufmerksamkeit bekommen haben. Dazu kommen Etiketten und Designs, die eher an Kunstobjekte erinnern als an klassische Verpackungen. Vielleicht seid ihr auch schon bei einem der Termine zum Open House in der alten Fleischerei dabei gewesen? Eine Mischung aus Lost-Place-Erkundung und Atelier-Flair. Hat was! Ein paar Bilder habe ich euch aus 2023 dazu zusammengestellt.

Marius Rupieper ist seit zwei Jahren ziemlich umtriebig in seinem Laden in der Bochumer Straße 100. In „Die gute Adresse“ probiert er viele verschiedene Veranstaltungsformate von Quiz-Night über Comedy, Yoga & Wine, Musik und Lesungen aus. Ansonsten bringt er eher die strategische Seite mit: Markenaufbau, Kommunikation und die Frage, wie aus einer Idee tatsächlich eine Bewegung werden kann.

Daraus entstand dann auch die Idee für „Käffchen. Made in Gelsen.“ Eine Liebeserklärung an eine Stadt, die oft unterschätzt wird. Das Projekt soll nicht nur wirtschaftlich funktionieren, sondern auch sozialen Mehrwert schaffen. Ab Dienstag, den 12. Mai könnt ihr den Kaffee ordern (>>>hier). Von jeder verkauften Tüte geht ein Euro an eines von sechs sozialen Projekten in Gelsenkirchen, aus denen ihr auswählen könnt.