13. September: Tag des offenen Denkmals
Elf Gelsenkirchener Türen öffnen sich
Ein Paternoster im Rathaus Buer, der Blick vom Nordsternturm bis übers halbe Ruhrgebiet, eine Kita, die für einen Tag zum Denkmal wird: Am Sonntag, 13. September, zeigt Gelsenkirchen wieder, was hinter elf sonst verschlossenen oder halb verschlossenen Türen steckt. Der bundesweite Tag des offenen Denkmals macht es möglich, und die Stadt ist mit einem richtig vollen Programm dabei. Alles kostenfrei.
Zwischen Zeche und Kirchturm
Wer hoch hinaus will, hat die Wahl. Der Nordsternturm öffnet von 11 bis 18 Uhr Besucherterrasse und Museum, Führungen gibt es um 11:30 und 14 Uhr, Treffpunkt ist der Empfang. Ähnlich luftig wird’s an der Christuskirche am Trinenkamp 46: Sie hat von 10 bis 18 Uhr geöffnet, zeigt die Ausstellungen „Denkwürdige Architektur – Romanik und Gotik en miniature“ (Finissage um 11 Uhr) und „Belle Epoque im Bismarck“, und wer um 16:30 Uhr zur Führung kommt, darf sogar den Kirchturm besteigen.
Auch der Rathausturm Buer an der Goldbergstraße 12 macht mit: Von 9:30 bis 12:30 Uhr fährt dort der Paternoster, und der Verein für Orts- und Heimatkunde GE-Buer e.V. führt um 10 und 11 Uhr auf den Turm. Wer Industriegeschichte lieber ebenerdig erlebt, ist bei Zeche Hugo, Schacht 2, am Brößweg 34 richtig – geöffnet von 10 bis 18 Uhr, ganz ohne Anmeldung.
Kirchen, Klöster und ein Nachmittag im Grünen
Die Bleckkirche an der Bleckstraße 56 öffnet von 15 bis 17:30 Uhr. Um 15:30 Uhr geht es um die Geschichte der Kirche und des Grimberger Altars, etwa eine halbe Stunde lang, danach führt der Weg direkt weiter zur Christuskirche. Wer’s noch feierlicher mag: Die Propsteikirche St. Augustinus an der Ahstraße lädt um 15:30 Uhr zur Führung „Eine offene Kirche mit vielen Geheimnissen“ – Treffpunkt innen, unter der Orgel.
Es geht auch nach draußen: Um 11 Uhr trifft man sich Ecke Virchowstraße/Leithestraße zum Spaziergang zur Sachsenwaldeiche im Rheinelbe-Park, der Weg ist ausgeschildert. Und im Stadtgarten führt der historische Spaziergang „Grotten und Brezelwege – vom Kaiser-Wilhelm-Garten zum Stadtgarten“ um 14 Uhr vom Eingang am Ende der Robert-Koch-Straße los, gleich hinter der Eisenbahnunterführung.
Wirtschaft, Kindheit und Erinnerung
Die Neue Zeche Westerholt an der Egonstraße 12 öffnet von 10:30 bis 15:30 Uhr, Führungen starten um 11, 12:30 und 14 Uhr am Pförtnerhaus und dauern jeweils eine Stunde. Thema diesmal: „Neue Netzwerke zwischen Denkmalschutz, Kultur, Wirtschaft und Stadtentwicklung“ – wer wissen will, was aus alten Zechenarealen heute wird, ist hier genau richtig.
Für Familien lohnt sich der Weg zur Tageseinrichtung für Kinder an der Niefeldstraße 18a. Von 12 bis 16 Uhr warten Bewegungseinheiten, Kreativangebote und ein Kinderkleider- und Spielzeugbasar, Führungen gibt’s um 12:30, 13:30 und 14:30 Uhr. Und wer sich der Geschichte der Stadt stellen möchte: Die Dokumentationsstätte „Gelsenkirchen im Nationalsozialismus“ an der Cranger Straße 323 bietet um 15 Uhr einen geführten Rundgang durch die Dauerausstellung.
Worum es beim Tag des offenen Denkmals geht
Der Tag des offenen Denkmals ist bundesweit die größte Kulturveranstaltung Deutschlands, koordiniert von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz. Jedes Jahr am zweiten Sonntag im September öffnen zwischen 5.000 und 7.000 historische Stätten in ganz Deutschland ihre Türen für Millionen Besucherinnen und Besucher. Motto in diesem Jahr: „NetzWERKE: Denkmale & Infrastruktur“.
Das komplette Programm mit allen Zeiten und Treffpunkten steht unter www.gelsenkirchen.de/tdod.
